Die Produzent*innen-Patenschaften 2025

Fabian Döring

Fabian Döring ist Produzent, Autor und Regisseur mit Sitz in Berlin sowie Gründer und Geschäftsführer der PINK FOX STORYHOUSE GmbH. Die 2024 gegründete Produktionsfirma steht für emotionales, gesellschaftlich relevantes Kino mit eigenständiger Handschrift. Der Fokus liegt auf autor:innengeprägten Filmen, die Tiefgang mit feinem Humor verbinden und Themen wie Identität, Fürsorge und Gemeinschaft verhandeln. Gleichzeitig setzt sich die Firma für faire, familienfreundliche Arbeitsbedingungen in der Filmbranche ein. Döring begann seine Laufbahn als Schauspieler, bevor er hinter die Kamera wechselte. Seit 2006 war er in nahezu allen Bereichen der Filmproduktion tätig. 2016 machte er sich als Regisseur und Autor selbstständig und ließ sich 2020 zudem als Produktionsleiter (IHK) zertifizieren – als Jahrgangsbester. Sein Kurzfilm AMARO (2019) mit Paula Beer wurde mehrfach international ausgezeichnet, u.a. als „Best Drama“ (Arctic Film Festival) und „Best International Short“ (Västerås Filmfestival). Auch sein früherer Film FUCK YOU VERY MUCH (2017) lief auf über 20 Festivals und erhielt Nominierungen bei den Independent Days Karlsruhe und dem Landshuter Kurzfilmfestival. Neben künstlerischen Arbeiten war Döring an größeren Produktionen beteiligt, etwa als Postproduktionsleiter für The New A-Class (Mercedes-Benz) oder als   Produktionskoordinator der Sky-Serie Then You Run. Er produzierte zudem Werbefilme für Siemens, Cornelsen und Kettler und ist Mitglied bei PROG - Producers of Germany. Mit PINK FOX STORYHOUSE verfolgt Döring das Ziel, kraftvolle, stilistisch eigenständige Filme zu entwickeln– verbunden mit dem Anspruch, die Produktionskultur nachhaltig und menschlich zu gestalten.

Svenja Vanhoefer

Nach ihrem Studium der Theater-, Literatur und Medienwissenschaften an der LMU in München absolvierte Svenja Vanhoefer immer wieder verschiedene Regiepraktika im Residenztheater, Kammerspiele und in der freien Theaterszene, bevor sie die Vielseitigkeit der Filmbranche für sich entdeckte. Von 2021 bis 2024 studierte Svenja Produktion mit der Vertiefung „Executive and Line Producing“ im Quereinstieg an der Filmakademie Ludwigsburg. In diesem Rahmen produzierte sie federführend innerhalb von drei Jahren mehrere Kurzfilme, den Langspielfilm VENA und Dokumentarfilm MORIA SIX, der bei der DOK Leipzig den DEFA-Förderpreis und den Preis des Leipziger Rings 2024 gewonnen hat. Das mehrfach international ausgezeichnete Kinodebüt VENA, welcher in Koproduktion mit der Neuen Bioskop, SWR, HR und Weltkino entstanden ist, wurde 2025 in drei Kategorien für den Deutschen Filmpreis nominiert: Bester Spielfilm, Beste Kamera und beste weibliche Hauptrolle. Svenja war Stipendiatin der VFF-Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten und Teilnehmerin der renommierten Hollywood-Masterclass der Filmakademie an der UCLA in Los Angeles. Seit Sommer 2025 hat Svenja Vanhoefer gemeinsam mit der Regisseurin Chiara Fleischhacker und Produzentin Charlene Kilthau ihrer eigenen Filmproduktion REBELLE Film gegründet, die sich auf weibliches Storytelling vor und hinter der Kamera fokussiert.

Hüseyin Tabak

Hüseyin Tabak ist Deutsch-Kurde und wurde 1981 in Deutschland/Ostwestfalen geboren. 2003 begann er seine Filmkarriere als Praktikant, Aufnahmeleiter und Regieassistent an diversen Filmsets. Von 2006 bis 2012 studierte er an der Filmakademie Wien Regie unter Peter Patzak und Michael Haneke. Darauf folgten die Kinofilme als Drehbuchautor und Regisseur Deine Schönheit ist nichts Wert (2012, u.a. Österreichischer Filmpreis in vier Kategorien) und Gipsy Queen (2019, u.a. Nominierung Deutscher Filmpreis), sowie die Regie für den Kinderfilm Das Pferd auf dem Balkon (2012). Außerdem hat er zwei Kinodokumentarfilme gemacht, unter anderem der auf der Diagonale ausgezeichnete Kick Off (2010) und Die Legende des hässlichen König (2017), welches seine Weltpremiere auf dem internationalen Filmfestival in Toronto gefeiert hat. Später inszenierte er den Kinofilm Oskars Kleid (2022) mit dem er den Bambi für den besten nationalen Film gewann und führte bei zwei Tatorten Regie hinter der Kamera. 2018 gründete er gemeinsam mit Mehmet Aktas die Produktionsfirma Epikfilm und produziert seither auch Filme anderer Regisseurinnen und Regisseuren. Vor allem liegt der Augenmerk der epikfilm auf NachwuchsfilmemacherInnen!